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Autor:

Manfred Maaß

 

Seit fast 30 Jahren im Bereich der Altenhilfe tätig.

Er ist verheiratet, und hat einen Sohn

 

 

 

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Das kostenlose Familienmagazin für Hanau, Gelnhausen und Umgebung

 

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Pflege von Angehörigen

 

Oma zieht um

 

„Unsere Oma Gretel war hingefallen, hatte sich das Bein gebrochen und musste ins Krankenhaus.

Zuhause vermissten wir sie, weil sie sonst immer da war, wenn wir aus der Schule kamen.

 

Unsere Eltern gingen arbeiten. Opa kann nicht mehr so gut laufen und mit dem Kochen hat er‘s auch nicht so.

 

Der Familienrat tagte: unsere Eltern, Opa und wir, 8 und 11 Jahre alt. Der Arzt hatte gesagt, dass Oma erstmal noch gepflegt werden muss und das könne ein paar Wochen dauern. Was sollten wir nur machen?

Papa hatte eine gute Idee: „Um die Ecke gibt es eine Pflegeberatungsstelle, vielleicht können die uns weiterhelfen.“

 

Bei der Pflegeberatungsstelle machte uns eine freundliche Frau Vorschläge, wie Oma zuhause versorgt werden könne. „Da müssen wir ganz schön viel umorganisieren“, sagte meine Mutter. „Es gäbe noch eine andere Möglichkeit“, sagte die Frau, „ein paar Straßen weiter haben wir „Wohnen mit Pflege“, dort kann man 4 bis 8 Wochen wohnen und bekommt die Hilfe, die man braucht. Wenn es Ihrer Mutter besser geht, kann sie wieder nach Hause kommen. Sollte sie noch Hilfe brauchen, kann der ambulante Pflegedienst weiterhelfen“.

Wir besuchten Oma im Krankenhaus. Mama erzählte ihr vom Besuch in der Beratungsstelle und fragte sie, was sie sich vorstellen könnte.

 

Der Familienrat tagte jetzt mit Oma. Sie meinte, wir sollen uns mal das „Wohnen mit Pflege“ anschauen. Oma konnte nicht mit, sie war noch im Krankenhaus. Die Besichtigung von den Zimmern und den Treffpunkten in verschiedenen Häusern, die nah beieinander lagen, war spannend. Es wurde gesungen, Geschichten erzählt, und am besten gefiel uns das Spielezimmer. „Wenn Oma jetzt vorübergehend hier wohnen würde, könnten wir dann auch mit ihr spielen?“ fragte meine Schwester. „Na klar, jederzeit, wenn eure Oma das will“. Mama wollte noch viele Dinge wissen, die uns Kinder nicht so interessierten.

 

Unsere Familie war sich mit Oma einig, dass es das Beste sei, vorübergehend hier einzuziehen, bis sie weniger Hilfe brauchte.

Oma zog direkt vom Krankenhaus dort ein. Opa leistete Oma oft Gesellschaft. Wir besuchten sie auch fast täglich nach der Schule, spielten mit ihr und erzählten ihr die neuesten Geschichten. „Es ist ein bisschen wie Urlaub“, sagte Oma, der es immer besser ging.

 

Nach fünf Wochen kehrte Oma wieder nach Hause zurück. Allmählich war wieder alles so, wie vor dem Sturz. Am Abendtisch sagte Oma: „Im nächsten Jahr mache ich vielleicht wieder mal Urlaub dort. Wenn ihr in den Ferien wegfahrt, können Opa und ich die Zeit dort verbringen. Da haben wir Abwechslung und sind in einer sicheren Umgebung.“

 

Egal ob Wohnen mit Pflege, Kurzzeitpflege und Tagespflege oder Ambulante Pflege und Betreuung - auch für Ihre familiäre Situation gibt es sicher die passende Lösung.

 

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