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Autorin:

Ute Pulver

Psychologische

Beratung und

Coaching

aus Limeshain

 

 

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Das kostenlose Familienmagazin für Hanau, Gelnhausen und Umgebung

 

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Akzeptieren – macht das Leben leichter

Schritt 3 zu mehr Kraft und Widerstandsfähigkeit

 

Kennen Sie das: Da ist etwas schiefgelaufen, da ist gerade eine wirklich schwere, anstrengende Situation und Sie denken: „Das kann doch jetzt nicht wahr sein“, „Warum muss das jetzt sein?“. Die Kinder sind motzig, im Job geht es drunter und drüber oder ähnliches.

 

„Das kann ich doch nicht einfach so akzeptieren?“ ist eine typische menschliche Reaktion. Was aber ist die Alternative? Denn klar ist: die Situation ist gerade so wie sie ist und wird auch nicht anders, egal wie sehr wir das gerne hätten. Etwas anders haben zu wollen als es gerade ist, kostet viel Kraft!

 

Im Akzeptieren liegt die Kraft

Also doch akzeptieren? Ja, denn im Akzeptieren liegt die große Kraft, positive, gewünschte Veränderungen bewusst anzugehen. Stattdessen nutzen wir unsere Kraft, um bewusst zu überlegen, was jetzt zu tun ist, damit die Situation besser wird. Akzeptieren heißt also nicht, dass wir die Dinge hinnehmen, sondern dass wir im ersten Schritt annehmen, dass es jetzt gerade so ist wie es ist – egal ob wir das nun gut finden oder nicht, um dann im nächsten Schritt bewusst zu überlegen, was jetzt gut ist zu tun. Dann agieren wir in die Richtung, die uns und der Situation gut tun. Wir finden bessere Lösungen, als wenn wir im Ärgern und in der Ablehnung bleiben.

 

Akzeptieren ist die Voraussetzung für bewusst herbeigeführte Veränderungen. Und manchmal liegt alleine im Akzeptieren schon die Kraft, besser zu leben – vor allem mit Dingen, die wir nicht ändern können.

 

Übung 1:

Ein guter Freund hat mir mal gesagt „Überlege mal, wie du diese Situation in ein oder zwei Jahren rückwirkend betrachten wirst?“ Und dabei haben ich festgestellt, dass ich dann eher ein Schmunzeln über die Reaktion meiner Kinder habe. Dass ich stolz bin, die anstrengende Zeit im Job gut gemeistert zu haben.

 

Betrachten Sie die schwierige Situation aus diesem Blickwinkel. Ist es wirklich so schlimm, wie es sich gerade anfühlt?

 

Wenn ja: Dann akzeptieren Sie erst einmal, dass es jetzt gerade so ist wie es ist und überlegen dann klar und bewusst, was Sie tun können/wollen.

 

Wenn nein: Dann gönnen Sie sich schon jetzt ein Lächeln und spüren Sie, wie alles ein klein wenig leichter wird.

 

Übung 2:

Setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl oder ein Kissen. Nehmen Sie eine aufrechte und wache Haltung ein. Und dann atmen Sie – lassen Sie Ihren Atem fließen ohne ihn zu verändern. Bleiben Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit bei Ihrem Atem – Atemzug für Atemzug.

 

Und wann immer Sie merken, dass Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit nicht mehr bei Ihrem Atem sind, sondern abgelenkt sind durch Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen, Geräusche oder was auch immer: Nehmen Sie das wahr und nehmen Sie an, dass diese Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen, Geräusche gerade da sind – und kehren Sie freundlich aber bestimmt mit Ihrer Aufmerksamkeit zu Ihrem Atem zurück. Verweilen Sie im bewussten Atmen und Annehmen vom Abschweifen und wieder Zurückkehren zum Atem solange Sie möchten.

 

Je öfter Sie in dieser Weise üben, Ihre Aufmerksamkeit bewusst zu lenken und bewusst zu akzeptieren, wenn Sie abgelenkt waren, trainieren Sie „Akzeptanz“ für Ihr tägliches Leben und es wird Ihnen dann immer leichter gelingen.

 

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