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Autorin:

Petra Krahwinkel

 

Sie ist Dipl. Religionspädagogin, Ehe-, Familien- und Lebensberaterin, System. (Familien-)Therapeutin (DGSF) und Leiterin der Katholischen Familienbildungs-stätte Hanau. Sie ist Mutter von zwei Töchtern.

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Weihnachtsmann und Christkind:

Wann und wie sage ich

meinem Kind die Wahrheit?

 

Advent, Weihnachten, Nikolaus und das Christkind – jedes Kind, jeder Jugendliche und alle Erwachsenen verbinden Erlebnisse mit diesen Wörtern und der winterlichen Jahreszeit.

 

In jedem Jahr stellt sich erneut die Frage: „Wie sage ich es meinem Kind?!“ Den Weihnachtsmann gibt es nicht! Er ist eine Kunstfigur aus der Werbung und die Verbindung von „Väterchen Frost“ und den Coca-Cola-Farben. Aber soll ich dies so meinem Sohn, meiner Tochter sagen? Noch komplizierter wird es beim Christkind.

 

In der Erziehung und gerade auch in der religiösen Erziehung gibt es einen Grundsatz: Kein Kind darf belogen werden! Und ich darf einem Kind auch nicht sagen, dafür bist du noch zu klein. Später, wenn du größer bist, dann erkläre ich es dir. Kinder wollen ihre Fragen beantwortet wissen. Die Glaubwürdigkeit der Eltern, der Erwachsenen steht auf dem Spiel.

 

Wenn wir uns heute als Erwachsene an unsere Advents- und Weihnachtserfahrungen erinnern, dann fällt zunächst der Plätzchenduft, der Lichterglanz und das Singen von Weihnachtsliedern ein. Es gab Heimlichkeiten und es gab eine Zeit des „Nicht-wirklich-Wissens“ aber „Doch-eigentlich-Wissens“. So eine Art Zwischenzeit. Gute Erfahrungen machen Kitas mit der Aussage „Wir spielen Nikolaus“. Im Kindergarten meiner Kinder ergab es sich, dass in einem Jahr kein Erwachsener den Nikolaus spielen wollte.

 

So kamen die Erzieherinnen auf die Idee, die Kinder spielen selbst den Nikolaus. Einige Kinder verkleideten sich als Bischof Nikolaus und seine Helfer, und die Kinder erzählten dann zuhause, der Nikolaus war heute wirklich da! Das „Spiel“ hat für Kinder eine eigene Wirklichkeit. Erzählen Sie Ihren fragenden Kindern „Wir spielen Christkind!“ Weil Jesus, der Kinder- und Menschenfreund Geburtstag hat und die Menschen sich deshalb beschenken.

 

Und in diesem Spiel sind „Heimlichkeiten“ wichtig. Die Spannung, bis das Christkind kommt, und das helle Glöckchen, wenn es da war.

Und erinnern Sie sich daran, was für Sie das Besondere in dieser Zeit war, das Sie Ihren Kindern weitergeben möchten!

 

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