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Autorin:

Christel Veciana

 

Sie ist Life-Coach und Musik-

pädagogin,

leitet „Christels Scheune“ und ist Mutter zweier erwachsener Töchter

 

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Eingespieltes Team vs. Spielball der Kinder

Warum es sich lohnt, konsequent zu sein

 

Um Ihnen deutlich zu machen, um was es mir geht, werde ich in diesem Artikel ein wenig „schwarz-weiß“ malen.  Haben Sie schon einmal eine Familie beobachtet, die sehr entspannt und wie „ein eingespieltes Team“ wirkt? Mich fasziniert es, wenn solche Modelle gelebt werden und tatsächlich gut funktionieren – ohne, dass die Kinder „dressierte Äffchen“ sind!

 

Die Kinder einer solchen Familie wissen einfach genau, woran sie sind. Sie können sagen, was sie möchten, werden ernst genommen und bekommen eine Antwort – nicht unbedingt immer ein „ja“, sondern eine der Situation angemessene Antwort. Und sie sind erstaunlicherweise bereit, diese auch zu akzeptieren, selbst wenn sie gern eine andere Antwort erhalten hätten. Sie haben gelernt, dass ihre Bedürfnisse ernst genommen werden, es aber manchmal nicht möglich ist, sie zu befriedigen.

 

Dagegen haben wir alle sicher schon Erfahrungen mit Familien gemacht, wo es nur Kampf und Geschrei zu geben scheint. Erst, wenn das Kind durchgesetzt hat, genau das zu bekommen, was es haben möchte, gibt es eine (kurzfristige) Entspannung. Die Kinder einer solchen Familie wissen genau, wie sie bekommen, was sie möchten.

Ein Erwachsener, der seinem Kind Frust ersparen möchte, oder der es nicht erträgt, den Unwillen des Kindes auszuhalten, wird zum Spielball des Kindes. Er sagt erst nein und wenn dann der Unmut des Kindes kommt, gibt er nach.

 

Es ist nicht nur für den Elternteil selbst sehr anstrengend, diese Kämpfe ständig zu führen, sondern auch das Kind bekommt dadurch zu viel Macht und Verantwortung. Dies entspricht weder seinem Alter, noch hilft es ihm, schöne soziale Kontakte aufzubauen. Da es gelernt hat, nur zufrieden zu sein, wenn es sich durchsetzt, wird es mit anderen Kindern und Erwachsenen auf gleiche Weise umgehen. Und wer möchte schon Umgang mit „randalierenden kleinen Tyrannen“?

Warum hat das mit Konsequenz zu tun? Ganz einfach, die Haltung der Bezugspersonen ist für das Kind Maßstab seines Verhaltens. Ein Erwachsener, der liebevoll aber klar zeigt, wo eine Grenze ist und diese auch tatsächlich einhält, gibt dem Kind Sicherheit. Es hört irgendwann einfach auf, trotzend und schreiend etwas erreichen zu wollen, weil es merkt, dass das nicht wirkt. Bleiben Sie also stark - ohne Konsequenz werden Sie das nicht erreichen.

 

In meiner Arbeit beobachte ich häufig Kinder, die völlig überfordert damit sind, wenn sie einmal zurückstecken müssen. Zuhause geht alles nach ihren Wünschen aber in anderen sozialen Situationen (Kindergarten, Schule) bekommen sie extrem scharfen Gegenwind und werden für ihr rücksichtsloses Verhalten geschimpft. Dabei haben sie doch gar nichts anderes gelernt und sind sich keiner Schuld bewusst. Das kann zu sehr belastenden Situationen führen.

Liebe Eltern, gebt euren Kindern einen Rahmen, den ihr liebevoll konsequent einfordert. Damit erspart ihr euren Kindern viele sehr frustrierende Erfahrungen mit anderen Menschen. Viel schöner ist es doch, wenn ihr sie von Anfang an dazu anleitet, dass ihre Freiheit dort endet, wo die Freiheit eines anderen Menschen beginnt.

Und wie ist das mit der eigenen Freiheit? Eure Kinder dürfen lernen, auch auf Sie als Eltern Rücksicht zu nehmen – es schadet ihnen nicht, ganz bestimmt!

 

Ich wünsche Ihnen eine liebevoll konsequente Haltung Ihren Kindern gegenüber, mit der notwendigen Stärke und der Prise Humor, die das Leben leichter macht.

 

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