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Autorin:

Antje Biehler-Eckardt

 

Sie ist Dipl. Soziologin, Systemische

Therapeutin aus Hanau

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Das kostenlose Familienmagazin für Hanau, Gelnhausen und Umgebung

 

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Verborgene Selbstheilungskräfte der Familie wecken

Leben im Familienhaus

 

Eltern sind die Architekten der Familie, schrieb die amerikanische Familientherapeutin Virginia Satir. Tatsächlich könnte man den Übergang vom Paar zur Familie und die Geburt weiterer Kinder mit einer Baustelle vergleichen.

 

Gebaut wird ein Familienhaus, das möglichst allen Bewohnern Schutz und Raum bietet. In diesem Haus wird gelebt, das heißt auch: Räume werden umgenutzt, abgenutzt und renoviert…

 

Das Familienhaus hat sich auch als Metapher in der Beratungspraxis bewährt. Für viele zeigt es mit überraschender Klarheit, welche Bereiche ihres Lebens mehr Raum brauchen oder welche Räume unzureichend genutzt sind. Es zielt darauf, die verborgenen Selbstheilungskräfte der Familie zu wecken.

 

Ausgangspunkt ist das Dachgeschoss: Idealerweise gibt es hier zwei separate Zimmer, die Räume der beiden Menschen, deren Beziehung das Fundament des Hauses bildet. Es steht für das Innere Zuhause eines Menschen, ist Rückzugsort und Kraftquelle.

 

Das Paarzimmer im 2. OG ist exklusiv reserviert für die Partner. Oft entdecken Paare anhand des Modells, dass dieser Raum seit Jahren nur selten genutzt, die Einrichtung verstaubt, abgenutzt und nicht mehr zeitgemäß ist. Der Raum in dem sich im Dialog der Partner das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen, als Basis der Auseinandersetzung mit sich und dem Anderen entwickeln kann.

 

Im 1. OG liegt das Elternzimmer. Es ist sinnvoll zwischen Partnerschaft und Elternschaft zu unterscheiden. Elternschaft basiert auf Solidarität in der Sache und auf Kooperation. Auseinandersetzungen über Aufgabenverteilung und Beziehungsthemen gehören hier nicht hin. Das ist eine Idealvorstellung und soll verhindern, dass Kinder in Beziehungskonflikte Erwachsener hineingezogen werden. Für sie bietet das Erdgeschoss in ihren eigenen Zimmern Schutz und Raum.

 

Idee: Kommen Sie mit Ihrem Partner, Ihren Kindern ins Gespräch: Malen Sie einen Grundriss Ihres Familienhauses und möblieren Sie es, vergleichen Sie die Darstellungen der Beteiligten.

 

Mein Buchtipp für Sie:

Brigitte Lämmle und Gabriele Wünsch

„FamilienBande“

 

 

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