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Experte:

Claus Kowalik

 

Er ist Sicherheits-trainer für Kinder und Teens

in Gelnhausen

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Situationstraining mit Kindern

 

Der Umgang mit Fremden:
„Wie reagiere ich sinnvoll?“

 

Kinder wollen zeigen, dass sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Spätestens im Grundschulalter ist es an der Zeit mit Ihrem Kind über den sicheren Umgang mit fremden Personen zu  sprechen und einige wichtige Verhaltensregeln aufzustellen.

 

Es ist nicht sinnvoll, das Kind ständig überall hin zu begleiten oder gar mit dem Auto zu fahren, denn so besteht keinerlei Möglichkeit ein gutes Maß an Selbstsicherheit aufzubauen.

Claus Kowalik, Leiter der Bewegungsakademie und Kampfsportschule Kowalik mit Standorten u.a. in Hanau und Gelnhausen gibt hier einige wichtige Tipps, die Ihrem Kind helfen sicher und verantwortungsvoll im Alltag mit Gefahrensituationen umzugehen:

 

• Sprechen Sie mit Ihrem Kind über Situationen am Alltag wie z.B. wenn ein Auto am Straßenrand anhält und der Fahrer das Kind um Hilfe bittet.

 

• Ermutigen Sie Ihr Kind über unangenehme Situationen zu sprechen ohne gleich sich strafend oder urteilend zu äußern. Geben Sie Ihrem Kind das Gefühl sich jeder Zeit an Sie wenden zu können, auch wenn es vielleicht falsch reagiert oder unangemessen  hat. Loben Sie es für sein Vertrauen.

 

• Sollte es bereits einen akuten Fall erlebt haben und die Situation brenzlig oder gefährlich war, informieren Sie ggf. sogar die Polizei, damit evtl. andere Kinder nicht gefährdet werden.

 

Im Vorfeld zu Gefahrensituationen

• Respektvoller Umgang mit Kindern, der Selbstvertrauen schafft, ermöglicht Kindern Selbstbewusstsein zu entwickeln. Täter sprechen bevorzugt Kinder an, die unsicher und ängstlich wirken.

 

• Bringen Sie keinerlei Namensaufkleber oder Sticker von außen an Kleidung oder Sachen Ihres Kindes an, denn sobald ein Täter Kinder mit Namen ansprechen kann, wird eine persönliche Beziehung und Vertrauensebene geschaffen, die dem Täter weitere Schritte erleichtert.

 

• Kinder sollten, wenn möglich in kleinen Gruppen oder mindestens zu zweit unterwegs sein, z.B. auf dem Schulweg, Schwimmbad oder Spielplatz, oder in der Nähe anderer Kinder zur Schule laufen.

 

• Besprechen Sie mit Ihrem Kind sog. „Rettungsinseln“ bzw. an wen es sich wenden kann, wenn es ohne Sie unterwegs ist. Gute Möglichkeiten sind Geschäfte, Arztpraxen oder Menschen mit kleinen Kindern (Mütter, Opas und Omas etc.).

 

• Sollte ein Fahrzeug neben Ihrem Kind anhalten, muss Ihr Kind lernen immer Abstand zu halten, selbst wenn der Fahrer um Hilfe bittet oder ihm etwas zeigen möchte.

 

• Kinder dürfen auch einfach weitergehen oder den Wunsch nach Hilfe des Erwachsenen ignorieren, bzw. darauf verweisen, dass es oft besser ist einen anderen Erwachsenen um Hilfe zu bitten.

 

• Üben Sie mit Ihrem Kind verschiedene Situationen ab und zu, damit eine gewisse Routine in Stresssituationen nicht reaktionsunfähig macht.

 

• Das Kind sollte die Notrufnummer der Polizei oder Rettungswagen kennen.

 

• Sollte es doch zu einer gefährlichen Situation für das Kind kommen, sollte es laut nach Hilfe rufen. Hier hat sich bewährt nicht nur „Hilfe“ sondern evt. auch „Feuer“ zu rufen, denn leider reagieren nicht alle Menschen, wenn Kinder laut Hilfe schreien.

 

• Im Notfall, wenn Ihr Kind beobachtet oder hört, dass sich ein anderes Kind in Gefahr befindet, sollte es bereit sein, die Initiative zu ergreifen und Hilfe zu holen, jedoch sich dabei nicht selbst in Gefahr begeben, indem es direkt eingreift.

 

• Leben Sie Ihrem Kind die abgemachten Verhaltensregeln vor, d.h. halten Sie Distanz  zu anhaltenden Autos etc.

 

In entsprechenden Kursen bekommen die Kinder durch Training nicht nur Selbstsicherheit, sondern auch Spaß und körperliche Fitness. Die Ausstrahlung verändert sich und viele Übende berichten, dass sie nun viel seltener oder gar nicht mehr in unangenehme Situationen kommen.

 

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