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Autorin:

Ulrike Schilken

 

Sie ist

Kinder-Physio-

therapeutin
in Nidderau

 

 

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GRASHÜPFER-Schriftzug

Sinnvolle Verknüpfungen im Gehirn

Krabbeln fördert!

 

Eltern stehen oft vor der Frage: „Muss mein Kind krabbeln, und wozu ist das gut?“ Neuere Meinung vieler Kinderärzte: „Nein.“

 

Als Kinder-Physiotherapeutin empfehle ich, falls sich das Kind nicht selbstständig zu dieser Fortbewegungsart hin entwickelt, es durchaus dazu zu animieren, denn...

 

...es kräftigt seine Muskulatur von Armen, Beinen, Bauch und Rücken mit Nacken, hat eine bessere Durchblutung und Sauerstoffversorgung als ein „nur“ sitzendes Kind.

 

...es lernt, erst mal auf halber Höhe, den Körperschwerpunkt einzustellen, sein Gleichgewicht zu halten, bevor es sich hinstellt, verbessert seine Eigenwahrnehmung, die Körperkontrolle und das Bewegungsgeschick.

 

...es fördert durch die vielen Überkreuzbewegungen die Vernetzung und die Kooperation zwischen rechter und linker Gehirnhälfte, hat später „rechts“ und „links“ schneller drauf (auch Buchstaben, wie „b“ und „d“).

 

...es hat bereits eine gute Basis für spätere, komplexere Bewegungsabläufe bezüglich der Koordination des gesamten Körpers, kann bereits ein Hindernis überwinden und eine höhere Ebene erreichen, kann sich sein Spielzeug selbst gezielt holen, steigert sein Selbstwertgefühl.

 

...es „er-fasst“ Räume und Oberflächen und lernt die dazugehörigen Qualitäten (kalt-warm, rauh-glatt, hart-weich usw.) früh, trainiert das Auge ständig zwischen „nah“ (Boden) und „fern“ (Umgebung), kann etwas transportieren/mitnehmen und schult die Feinmotorik der Hände.

 

... es kann in einen anderen Raum wechseln, seinen Entdeckerdrang ausleben, sich „lösen“, es erarbeitet sich nach dem Robben eine noch komplexere und anspruchsvollere Bewegungsart und traut sich dadurch selbst mehr zu.

 

Krabbelkinder sind so stolz

Kinder, die zu früh hingesetzt werden, gewöhnen sich oft das eindimensionale nach vorne Rutschen auf dem Po an und vermeiden somit Drehbewegungen. Gerade diese sind aber so wichtig, beispielsweise für das räumliche Verständnis.

 

Hier konnten nur die wichtigsten Errungenschaften und Fertigkeiten des Kindes auf dem Weg nach oben über das Krabbeln aufgeführt werden. Krabbeln lernen ist  vielschichtig und komplex und dient der Vernetzung einzelner Hirnbereiche.

 

Dahingehend sind sich nicht nur die meisten Physiotherapeuten einig: Wenn Ihr Kind schon früh dieses solide Fundament erreicht hat, kann es später mit Leichtigkeit darauf aufbauen. Wir finden, es lohnt sich, dieser wichtigen Phase wieder mehr Beachtung zu schenken.

 

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