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Autorin:

Antje Biehler-Eckardt

 

Sie ist Dipl. Soziologin, Systemische

Therapeutin aus Hanau

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Gut füreinander sorgen

Vater werden und Partner beiben

 

Was können Partner tun, um gemeinsam gut für sich, ihre Beziehung und das gemeinsame Kind zu sorgen? Wie es wirklich ist, Vater oder Mutter zu sein, wissen wir erst, wenn es soweit ist.

 

Wir können uns jedoch immer wieder fragen, was wir von uns und vom Partner erwarten und ins Gespräch kommen. „Was ist es, was mich in deinen Augen zu einem guten Vater macht“, könnte der Mann seine Frau fragen. Und vielleicht auch: „Was lässt dich daran zweifeln?“

 

Moderne Eltern haben große Ansprüche an sich selbst. Das ist in Ordnung, aber es ist nicht gut, das Kind ständig ins Zentrum zu stellen. Denn im Zentrum der Aufmerksamkeit ist man einsam.

 

Eine Familie besteht jedoch aus mehreren Personen. Spätestens wenn das erste Jahr geschafft ist, dürfen die Erwachsenen sich wieder an ihre eigenen Bedürfnisse erinnern. Eine gute Beziehung zur Mutter zu pflegen ist vielleicht das Wertvollste, was ein Vater für sein Kind tun kann. Dem Vater Raum geben, seine ganz eigene Bindung zum Kind zu entwickeln, ist ein Geschenk, dass Mütter machen können. Aus Dänemark stammt die Idee, den Mann zum „Liebesminister“ zu machen. Er hilft seiner Frau dabei, sich wieder ihrer eigenen und partnerschaftlichen Bedürfnisse zu erinnern. Nicht über Kritik und Diskussionen, sondern in einer Haltung verständnisvoller Planung und Initiative. Hier einige Tipps:

 

• Erinnern Sie sich daran, wie Sie das Interesse Ihrer Frau früher erregt haben. Überlegen Sie, was Ihre Frau interessiert, besorgen Sie Karten oder ähnliches und organisieren Sie eine Kinderbetreuung.

 

• Geben Sie Ihrem Partner/Ihrer Partnerin Zeit und Raum, sich seinen eigenen Interessen zu widmen, denn das ist Voraussetzung dafür, dass Sie in der wertvollen gemeinsamen Zeit einen ausgeglichenes Gegenüber haben.

 

• Paarzeit: Hängen Sie die Latte niedrig: Es darf, muss aber kein Romantik-Dinner im Edel-Restaurant sein. Verteidigen Sie diese Zeit gegen Störungen. Hören Sie zu, fragen Sie nach, versuchen Sie zu verstehen, wie es Ihrem Mann/Ihrer Frau gerade geht. Wenn Sie nicht reden wollen, entspannen Sie zu zweit. Genießen Sie Pausen, die Gegenwart des Anderen und die Abwesenheit von Anforderungen. Schaffen Sie sich Rituale, Regelmäßigkeiten des entspannten Zusammenseins (der gemeinsame Tatort am Sonntagabend, Saunabesuche…)

 

• Alltag: Unterstützen Sie sich, verteilen Sie feste Zuständigkeiten und demonstrieren Sie Einigkeit in Erziehungsfragen: Das trägt zur Entspannung des Familienlebens bei.

 

• Akzeptieren Sie Unterschiede: Dass Mütter und Väter die gleichen Dinge auf verschiedene Weise tun, ist eine wichtige Erfahrung für die Kinder. Die Wahrnehmung und Akzeptanz dieser Unterschiede ist die Basis von Beziehungsfähigkeit und Identität.

 

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